„Für den Triumph des Bösen reicht es,
wenn die Guten nichts tun!“
(E. Burk)

Olav Schlegel, Vorstand unseres Vereins, wurde 1962 in Sondershausen, heute Kyffhäuserkreis, geboren. Nach Abitur und Militärdienst studierte er Philosophie und Pädagogik. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Zum Start seines Berufslebens arbeitete er als Lehrer, wechselte dann allerdings in die freie Wirtschaft, wo er sehr erfolgreich in verschiedenen, angestellten Führungspositionen tätig gewesen ist, zuletzt als leitender Angestellter mit Prokura. Seit 2008 arbeitet er als selbständiger Personal- und Unternehmensberater.

Zum Kampf gegen Drogen fand unser Vorstand durch eigene, leidvolle Erfahrungen in der Familie. Seit 2003 engagiert er sich in verschiedenen Arbeitskreisen gegen die Ausbreitung von Drogen und bezüglich der Hilfe für Betroffene. 2013 veröffentlichte er als Autor unter dem Pseudonym Oliver Hope das Buch „Zwischen Kampf und Resignation“, in welchem er vor allem aus eigenem Erleben, der Sicht von Familienmitgliedern und Freunden berichtet wie es ist, wenn ein geliebter Mensch den Drogen verfällt. Seitdem ist er zu vielen Lesungen und Workshop eingeladen gewesen, in denen er unermütlich eine wichtige Botschaft vermittelt: Drogen gehen uns alle an! Sie durchdringen aktuell alle Schichten unserer Gesellschaft und nicht nur, wie viele Leute glauben, einige Randbereiche.

Sehr geehrte Besucherin, sehr geehrter Besucher unserer Website,

sofern Sie vielleicht das erste Mal auf unseren Internetauftritt gestoßen sind, möchte ich Sie  als Vorstand unseres Vereins herzlich begrüßen und mich für Ihr Interesse bedanken. Sie fragen sich bestimmt zunächst, welche Ziele und Arbeitsinhalte unser Verein verfolgt?

Nun, erste Auskunft darüber gibt ja bereits unser Name. Trotzdem lassen Sie mich mit einem Gleichnis kurz erläutern, warum wir gerade die Präventionsarbeit im Kampf gegen Drogen für so extrem wichtig erachten. Stellen Sie sich für einen Moment folgende Situation vor: Sie leben in einer Stadt, in deren Zentrum sich ein großer See befindet. Das Ufer dieses Sees ist sehr steil, sodass man in seinem Randbereich im Wasser nicht stehen kann. Leider führen alle Wege zur Schule sehr dicht am Seeufer entlang. Die Besonderheit unserer Fantasiestadt besteht darin, dass niemand, der in ihr lebt, schwimmen kann. Bitte stellen Sie sich die beschriebene Situation noch einmal intensiv vor: Wir haben einen tiefen See, dessen Ufer sofort steil abfallen, alle Schulwege gehen daran vorbei und niemand kann schwimmen … Welche Eltern kämen unter diesen Umständen auf die Idee, nicht mit ihren Kindern über die Gefahren dieses Sees zu sprechen? Wohl niemand. Immer und immer wieder würden wir unseren Kindern die Gefahren erklären, sie regelmäßig daran erinnern … Drogen sind kein tiefer See, sie sind ein tosender, reißender Ozean, in dem sich niemand lange über Wasser halten kann, in dem achtzig Prozent all jener, die seinen gnadenlosen Wellen zu nahe gekommen sind, dauerhaft untergehen. Was wissen Sie selbst über die Gefahren und die Ausbreitung dieses „Ozeans“? Wie oft haben Sie mit ihrem Kind  über Drogen, deren schrecklichen Langzeitwirkungen und extrem zerstörerischen Kräfte gesprochen?

Mit Blick auf das Thema Drogen gibt es in unserem Land im Wesentlichen zwei Arten von Familien: Einmal jene, in denen wissentlich ein drogenabhängiges Familienmitglied lebt. Manche von diesen Familien haben vielleicht erst vor kurzer Zeit von der Drogensucht eines geliebten Menschen Kenntnis bekommen und glauben an ein schnell lösbares Problem. Andere kämpfen schon Jahre darum, ein Mitglied der Familie, meist das eigene Kind, in ein drogenfreies Leben zurück zu holen. Sie wissen um die schreckliche Macht der Drogen, darum, dass es keine schnellen Lösungen gibt, haben diese sich erst einmal im Leben eines meist jungen Menschen eingenistet. Sie können aus eigener, bitterer Erfahrung berichten, wie die Droge langsam alles auffrisst …. den Abhängigen, seine Eltern, seine Geschwister, seine Großeltern, Freunde. Sie wissen um das furchtbare Auf und Ab zwischen Hoffnung, Besserung und erneutem Absturz. Eltern streiten sich darüber, was sie vielleicht falsch gemacht haben, Ehen zerbrechen. Großeltern machen den Eltern Vorwürfe, in der Erziehung versagt zu haben und überwerfen sich mit ihren Kindern dauerhaft. Geschwister und Freunde vergießen unendlich viele Tränen. Und für einige dieser betroffenen Familien endet der Kampf gegen die Sucht mit dem extremsten Alptraum: Am Grab ihres Kindes, Enkels, der Schwester oder des Bruders ….

Hatten Sie beim Lesen dieser Zeilen vielleicht einmal den Gedanken, froh zu sein, dass Sie das alles zum Glück nichts angeht? Dann gehören Sie sicher zu der anderen Art von Familien in unserem Land. Zu jenen, in denen tatsächlich kein Drogenabhängiger lebt. Was selbstverständlich zuerst einmal absolut positiv ist! Sofern es nicht dazu führt, dass Sie so auf das Thema blicken, wie ich es vor vielen Jahren getan habe. Angesprochen darauf lautete meine Antwort damals: „Was gehen mich Drogen an? Dieses Zeug ist ja wohl ein Problem Asozialer und nicht einer gutbürgerlichen Familie, wie meine es ist!“ Denken Sie auch so? Dann gehören Sie mit zur großen Gruppe derer, die mit dieser Ignoranz dazu beitragen, der immer stärkeren Ausbreitung von Drogen die perfekte, breite Schnellstraße zu bauen.

Klingt hart? Ist aber einfach so! Besuchen Sie doch einmal eine Selbsthilfegruppe von Eltern, deren Kinder in den Sumpf von Drogen geraten sind. Und fragen Sie in die Runde, was die Anwesenden so beruflich tun. Mit der Bierflasche am Kiosk stehen? Weit gefehlt! Sie werden Ärzte, Ingenieure, Lehrer, Bürgermeister, Politiker, leitende Beamte, Geschäftsführer, selbständige Unternehmer, Facharbeiter und viele andere, honorige, fleißige Menschen treffen … Sie werden sehr schnell begreifen, dass die Arme der Drogenkrake nach jeder Schicht unserer Gesellschaft greifen! Und die ersten Zugriffe der Krake in die Familie, vor allem auf die Kinder und Jugendlichen, werden die meisten Eltern zunächst gar nicht bemerken. Weil sie über Drogen, deren Wirkung und Symptome absolut nichts wissen … Mein Sohn hat zwei Jahre Drogen konsumiert, bevor ich davon definitive Kenntnis erlangte. Warum hatte ich nicht viel früher etwas bemerkt? Aus zwei wesentlichen Gründen: Erstens, weil ich wegen meines Desinteresses am Thema null Ahnung hatte. Und zweitens, weil in meinem Kopf die Schranke fest verankert war: Drogen können meine gutbürgerliche Familie nicht treffen!

Leider gibt es auch die unbedarfte Seite der Erstkonsumenten von Drogen. Ich habe einmal im Rahmen einer Suchtinfo-Woche eines großen Radiosenders eine vierstündige Lifesendung mitgestalten dürfen. In dieser Zeit konnten Zuhörer anrufen. Darunter waren auch viele Jugendliche, die Drogen konsumierten oder einmal konsumiert haben. Jedem dieser Anrufer stellte der Moderator die Frage: „Warum hast du überhaupt angefangen, Drogen zu nehmen?“ Von fast allen Gefragten kamen erschreckende Antworten wie …“Naja, so einen richtigen Grund gab es eigentlich nicht“ …. „Ich wollte es halt auch mal probieren“ …. „Weil alle meine Freunde es genommen haben und ich nicht außen vor bleiben wollte“ …. „Ich war halt mal neugierig“ … Die meisten jungen Menschen kommen tatsächlich völlig naiv und unwissend zum Erstkonsum … Berauscht von den ersten Wirkungen, doch ohne den Hauch einer Vorstellung davon zu haben, in welch schnell drehenden und tief ziehenden Strudel sie damit springen. Für diese naive Unwissenheit sind auch wir Eltern verantwortlich!

Wir wollen mit unserer Präventionsarbeit die erwähnte, mit Unwissenheit, Ignoranz und Arroganz gebaute Ausbreitungsstraße der Drogen angreifen, immer und immer wieder aufklären, Wissen vermitteln, sensibilisieren und auch helfen. Sicher werden wir es nicht schaffen, dass diese Straße der Drogenflut ganz verschwindet. Doch mit gemeinsamen Anstrengungen können wir zumindest erreichen, sie von einer mehrspurigen Schnellstraße zu einem holprigen Feldweg einzuengen!

Aktuell engagiert sich unser Verein primär im Rahmen von Vorträgen und Workshops an Schulen, in kulturellen Einrichtungen oder im Rahmen von öffentlichen, thematischen Veranstaltungen zur Drogenproblematik. Dabei wollen wir es natürlich nicht belassen! Wir haben noch einige, sehr wichtige Projekte auf der Agenda. Da unser Verein noch relativ jung ist, erfahren Sie dazu Einiges unter dem Link „Visionen“. Denn wir benötigen für die tägliche Arbeit und vor allem für die Visionen noch sehr viel weitere Unterstützung und finanzielle Mittel. Erst, wenn wir bezüglich Manpower und Geld einen Stand erreicht haben, der es uns erlaubt, an die Umsetzung einer Vision zu gehen, werden wir diese unter dem Link „Projekte“ aufnehmen und dokumentieren.

Natürlich freuen wir uns auch über Ihre Unterstützung. Ob als aktives oder passives Fördermitglied oder Spender. Ebenso gerne dürfen Sie uns Anregungen und Fragen zusenden oder zu thematischen Veranstaltungen einladen.

Herzlichst Ihr
Olav Schlegel
Vorstand

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